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By Dr.-Ing. Franz Hildebrandt, Prof. Dr.-Ing. Joseph Mathieu (auth.)

Die Verkehrs verhaltensforschung hat bisher die Kraftfahrer in den Mittelpunkt ihrer Aufgaben gestellt. Den Fußgängern sind erst relativ wenige Untersuchungen gewidmet worden. Die Ursache dafür ist hauptsächlich in der Einstellung zu suchen, daß es die Kraftfahrer seien, die mit ihren Fahrzeugen die Gesetze des Handelns im Verkehr bestimmen; sie beherrschen den Straßenraum und verur­ sachen die meisten Verkehrsunfälle. Aus der Verteilung der Unfälle - ausgewiesen durch die Verkehrsunfallstatisti- kann guy ersehen, in welchem Verkehrsbereich die Häufungspunkte liegen. Auf sie sollte sich die verkehrspsychologische Forschung mit Vorrang konzentrieren. Die meisten Unfallursachen sind menschliche Fehlverhaltensweisen. Beiträge zur Unfallverhütung gelangen dort zu größter Wirksamkeit, wo die größten Unfall­ häufigkeiten auftreten. Nach diesen Maßstäben läßt sich auch der Rang der Forschungsaufgaben, die dem Fußgängerverkehr gelten, beurteilen. Es genügen wenige Zahlen aus den Ver­ öffentlichungen des Statistischen Bundesamtes [1] * als Bezugsbasis, um eine Rang­ wertung zu finden. Im Jahre 1965 haben sich in der Bundesrepublik über eine halbe Million Verkehrs­ unfälle mit Personenschäden ereignet. Die Fußgänger haben daran einen Anteil von etwa 13%. Dieser besteht aber in hohem Maße aus Unfällen mit schweren Personenschäden. Von den 15752 im Verkehr getöteten Personen waren 5858 Fuß­ gänger; das sind etwa 37%. Aus den Zahlenverhältnissen der Unfälle, die sich 1965 innerhalb der Ortschaften ereigneten, ergibt sich eine noch stärkere Einseitigkeit der Verteilung (Tab. 1).

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136] nicht sehr hinter der Methode zurückstehen, die derzeitig als die beste gilt. Es handelt sich dabei um eine von LAWLEY [7, S. ] nach dem Prinzip der MaximumLikelihood-Schätzung entwickelte faktorenanalytische Methode, die aus der WISHART-Verteilung für die Kovarianzen mehrdimensionaler Normalver- 47 teilungen entwickelt worden ist. Die Methode erfordert sehr umfangreiche Berechnungen, die sich nur mit Elektronenrechnern bewältigen lassen. Außer den Fehlern der Modellanpassung und der Schätzabweichungen treten in einer Schwerpunktslösung noch die der Berechnung auf.

Standardisieren der Verteilungs funktion F(Yk), indem ihre Werte durch die Standardabweichung s' dividiert werden. Dabei gehen die WerteYk in Zk der Verteilungsfunktion F(Zk) über. F(Zk) ist dann eine N(O,l)-Verteilung. Hierzu wird ein Transformationsverfahren angewandt, das sich auf einfache Weise durchführen läßt. Man braucht dazu weder die Mittelwerte Xj noch die Streuungen sl der empirischen Häufigkeitsverteilungen zu berechnen. Die Wertzahlhäufigkeiten hjk gemäß Formel (1) - die bei dieser Darstellung ebenfalls ohne Bezugnahme auf ein bestimmtes Merkmal j vereinfacht mit hk bezeichnet werden sollen - lassen sich durch Division mit dem Stichprobenumfang N in relative Häufigkeiten umrechnen: 1 (5) h=-hk , N wobei Die Bezeichnungen an den Summenzeichen können vereinfacht oder fortgelassen werden, wenn Mißverständnisse ausgeschlossen sind.

Diese Strukturierung, die auch »Konfiguration« der Merkmalsvektoren genannt wird, ist für eine bestimmte Korrelationsmatrix als invariant zu betrachten. Methodenbedingte Differenzen und Rechenungenauigkeiten müssen dabei außer Betracht bleiben. 46 Die Lage des Faktorsystems kann beliebig sein. Folglich gibt es viele Möglichkeiten, mit einer Faktormatrix ~1 die Vektorkonfiguration der Merkmale darzustellen. Verschiedene analytische Methoden ergeben im allgemeinen auch verschiedene Faktormatrizen.

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