Download Sero-, Vaccine- und Proteinkörper-Therapie by Bruno Busson PDF

By Bruno Busson

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer publication information mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.

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Wagner-Jauregg hat, obwohl er das Fieber als solches niemals als das wirksame Prinzip in seiner Therapie ansah, dennoch dieses als einen Gradmesser, als Richtlinie für die Stärke der zu erzielenden Reaktion des Organismus angesehen und darauf ein Schema für die Behandlung aufgebaut. Viele Jahre später hat Wagner-Jauregg die Malariatherapie eingeführt und damit jenen Weg der Eiweißtherapie betreten, bei welcher die Spaltprodukte im -Organismus. selbst gebildet werden, indem beim Zugrundegehen der roten Blutzellen wahrscheinlich Globin, ein starkes Parenchymgift, abgespalten wird.

Man sah auch, daß manchmal zufällige Erysipelinfektionen Die Proteinkörpertherapie. 33 maligne Geschwülste zur Rückbildung brachten, und vielleicht am auf· fallendsten war die im Tierversuche gewonnene Erfahrung, daß eine sonst tödliche Milzbrandinfektion durch vorausgehende Infektion mit anderen Bakterien, wie Staphylo- und Pneumokokken, Hefe oder Friedländerbazillen usw. verhütet werden konnte. Derartige Tatsachen suchte man sich dadurch zu erklären, daß man annahm, es bestehe zwischen den beiden Bakterienarten eine Art Antagonismus, durch den sie sich gegenseitig abschwächen würden, und so komme die günstige Wirkung zustande, die der Organismus bei solchen Doppelinfektionen für sich ausnütze.

In Argentinien behandelten eine Reihe von Forschern wie Penna, Tores, Des s y usw. seit längerer Zeit mit bestem Erfolg Typhus durch intravenöse Injektion mit Typhusvaccine und dehnten diese Behandlung auch auf andere Erkrankungen aus. Kraus versuchte im Anschluß daran die Verwendung von Colivaccine und erhielt damit so günstige Resultate, daß er sie nicht nur zur Typhusbehandlung sondern auch für andere Erkrankungen, z. E. Puerperalsepsis empfehlen konnte. Aber die Fülle der ungeklärten günstigen Erfolge ähnlicher Therapien vermehrte sich in der Praxis auch auf anderen Gebieten.

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